05.03.2026
Clubszene
,
DVF Nordmark
,
Fotoausstellungen
Die gemeinsamen Foto-Walks in Südniedersachsen hatten nicht nur den Zweck, eine Ausstellung zu veranstalten, sondern auch die Vernetzung der Fotoclubs aus dem DVF-Bezirk Niedersachsen-Ost zu fördern. Dies bekräftigte Dr. Timo Freudenberger, stellv. Bezirksleiter mit den Worten: „Es hat mir persönlich viel Freude gemacht – und wie ich weiß, bin ich damit nicht allein – dass wir im Bezirk ein Stück näher zusammengerückt sind. Trotz zum Teil räumlich großer Entfernungen ist durch diese Aktion ein enger Austausch zwischen den Fotoclubs entstanden. Das ist gut und ich bin zuversichtlich, dass wir diese Verbindungen noch weiter vertiefen können. Diese Ausstellung ist in meinen Augen eine echte Bezirksausstellung, da sich 20 Mitglieder aus vier DVF-Fotoclubs und Einzelmitglieder im DVF daran beteiligt haben. Vertreten sind die Fotogruppe Barsinghausen, die Fotogruppe Bredenbeck, der Fotoclub Göttingen e.V. und die Fotografische Gesellschaft zu Lehrte e.V.
Eine solche Ausstellung bedeutet Organisation und einiges an Arbeit. Timo Freudenberger dankte am Ende seiner Ausführungen allen fleißigen Helfern sowie den Vertreter des Vereins Fotografie & Kommunikation e.V., Andreas Kaiser, für die Ermöglichung dieser Ausstellung.
Karin Zander erläuterte im Anschluss das Thema sowie die Hintergründe zur Ausstellung: Der Namen „Fachwerk5Eck“ wurde nicht ausgedacht, sondern ausgeliehen: Er verweist auf eine Kooperation von fünf Städten in Südniedersachsen – namentlich Einbeck, Duderstadt, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz. Diese Städte haben sich unter dem Namen „Fachwerk5Eck“ zusammengeschlossen, um ihr baukulturelles Erbe – insbesondere ihre herausragenden Fachwerk-Ensembles – gemeinsam sichtbar zu machen und langfristig zu bewahren. Im Kern macht sich dieser Zusammenschluss zur Aufgabe, die Identität der Städte zu bewahren, die Attraktivität der Innenstädte als Aufenthalts-, Wohn- und Lebensräume zu fördern, privaten Hauseigentümern Unterstützung bei der Sanierung zu bieten und die Einwerbung von Fördermitteln, um diese Angebote zu finanzieren.
„Als wir uns im Bezirk gemeinsam Aktionen und Anlässe überlegt haben, um die Vernetzung zwischen den Fotogruppen zu stärken, hatte ich die Fachwerk5Eck-Städte als Fotoziel vorgeschlagen, weil ich von der Architektur begeistert bin. Schnell war die Idee da, nicht nur in ein oder zwei der Städte zu fotografieren, sondern den Namen als Anlass für ein regelrechtes Fotoprojekt zu nehmen und alle fünf Städte der Reihe nach zu erkunden. Und sehr früh war damit auch der Gedanken verbunden, dass es am Ende eine gemeinsame Ausstellung geben sollte“, so Karin Zander.
Diese Ausstellung nähert sich dem Thema Fachwerk mit den Mitteln der Fotografie. Fotografie kann dokumentieren, sie kann die emotional-atmosphärische Dimension betonen – sie kann aber ebenso interpretieren. Sie kann Strukturen sichtbar machen, Details hervorheben, Perspektiven verschieben. Sie kann sogar bis ins Abstrakte gehen, indem nicht länger das Gebäude als Gebäude wahrgenommen wird, sondern das Verhältnis von Formen, Linien und Flächen in den Vordergrund rückt. So präsentiert die Ausstellung nicht nur Gebäude, sondern Blickwinkel. Und bei 20 Fotografinnen und Fotografen auch unterschiedlichen fotografischen Interessen und Handschriften. Die Ausstellung lädt ein, die verschiedenen fotografischen Darstellungsformen wahrzunehmen. Aber vor allem lenkt sie den Blick auf den Reichtum dieser historischen Baukunst.
Die Ausstellung mit 108 Bildern im KunstGang der MHH kann noch bis zum 30. April besichtigt werden.
Dr. Timo Freudenberger
Stellv. Bezirksleiter Niedersachsen-Ost